Chronik - 1972 bis Heute
 
1972
Nach weiteren Dirigentenwechseln mit Rudi Hoffmann und Max Graunke übernahm am 1. November 1972 Wolfgang Oberndorfer die Leitung der Stadtkapelle und führte sie zu einem respektablen musikalischen Klangkörper.

1974

Die Mitglieder der Stadtkapelle und der Jugendkapelle erhielten eine neue Uniform. Im Jahr danach wurde bei eine Mitgliederwerbeaktion der Mitgliederstand der Passiven von 178 auf 345 erhöht. Eine Zahl, die sich bis heute leider nicht mehr nach oben verändert hat.


1980

Nachdem die Stadtkapelle 20 Jahre lang, von 1960 bis 1980 im obersten Stock des ehemaligen Gasthauses „Ochsen“ ihren Proberaum hatte, wurde dieses Gebäude an die Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen verkauft und man stand auf der Straße.


Wolfgang Aßfalg (links) übergibt sein Amt
an den neuen Vorsitzenden Josef Traub

Bau des Musikerheimes
Mit dem neuen Vorsitzenden Josef Traub, der Wolfgang Aßfalg nach 11-jähriger Amtszeit ablöste, wurde nun der Bau eines eigenen Probeheimes verwirklicht. Durch Zustimmung des Gemeinderates konnte der Farrenstall abgerissen werden und nach 1-jähriger Bauzeit konnten die Innenräume am 1. Mai 1981 eingeweiht werden. Schon damals wurde mit enormen Eigenleistungen, der Unterstützung durch Munderkinger Firmen und zahlreichen Spenden diese große Aufgabe bewältigt. Unser Ehrenmitglied Hellmut Lang übernahm die künstlerische Ausmalung von Proberaum und Giebelseite.


Wandgemälde "Stadtansicht Munderkingen"
im neuen Musikerheimvon Hellmut Lang

1982
Nach dem plötzlichen Tod von Jugendleiter und Jugenddirigent Georg Stöhr übernahm Günther Jirka die Leitung der Jugendkapelle. Seine erste Bewährungsprobe hatte der neue Leiter beim Jugendkritikspiel in Seissen, wo ein beachtlicher Erfolg erzielt wurde. Zahlreiche Wertungsspiele wurden in den Folgejahren besucht, Standkonzerte gegeben und eine Konzertreise nach Riedisheim/Frankreich unternommen.

1983
Ein weiterer Höhepunkt unter dem Vorsitz von Josef Traub war die Ausrichtung des 13. Kreismusikfestes des Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau vom 10. - 13. Juni 1983 in Munderkingen. 42 Musikvereine beteiligten sich am Festzug und 21 Orchester stellten sich der Jury beim Wertungsspiel. Bürgermeister Albert Rist u. Hellmut Lang wurden aufgrund ihrer großen Verdienste zu Ehrenmitglieder ernannt.


Stadtkapelle Munderkingen im Jubiläumsjahr 1983
mit dem 1. Vorsitzenden Josef Traub und Dirigent, Musikdirektor Wolfgang Oberndorfer

1986
Nach 14 Jahren gab es wieder einen Dirigentenwechsel. Musikdirektor Wolfgang Oberndorfer übergab die musikalische Leitung an Thomas Frasch, ein Eigengewächs der Stadtkapelle, der sich mit großem Elan ans Werk machte. Gleichzeitig gab es auch einen Wechsel an der Spitze des Vereins. Axel von Bank wurde in das Amt des 1. Vorsitzenden gewählt.


1987

Beim 1. Wertungsspiel unter der Leitung von Thomas Frasch wurde in Burgrieden in der Oberstufe auf Anhieb ein 1. Rang mit Auszeichnung erzielt.


Rückkehr vom Kreismusikfest Burgrieden,
Einmarsch in die Stadt

1988
Hubert Rupp übernimmt das Amt des Jugendleiters von Günther Jirka. In den Folgejahren wird gemeinsam mit den Musikvereinen Emerkingen und Obermarchtal ein Gemeinschafts- Jugendorchester gegründet unter Leitung von Thomas Frasch. Später kommt aufgrund der zahlreichen Jugendlichen noch ein Jugendvororchester hinzu, das bis heute von Hubert Rupp geleitet wird. Spielmannszug der Stadtkapelle mit Tambourmajor Günther Jirka.


Spielmannszug der Stadtkapelle mit
Tambourmajor Günther Jirka

1989
Gründung eines Seniorenorchesters „Alte Kameraden“ unter Leitung von Günther Jirka. Im gleichen Jahr wird ein Spielmannszug mit Trommlern und Pfeifern zur Unterstützung der Stadtkapelle bei der Marschmusik gegründet. Tambour ist ebenfalls Günther Jirka.


Seniorenorchester "Alte Kameraden"
Aufnahme aus dem Jahr 2001

1990
Die Stadtkapelle weiht ihre 1. Fahne, in diesem Fall eine Standarte. Der Entwurf stammt von unserem Ehrenmitglied Hellmut Lang, gefertigt wurde die Standarte in der Paramentenwerkstatt Elisabeth Aßfalg-Lander. Höhepunkt war die feierliche Weihe in der Stadtpfarrkirche und ein Fest mit Vertretern der 5 ehemaligen Vorderösterreichischen Donaustädte Riedlingen, Mengen, Saulgau und Bad Waldsee.


Standarte nach der Weihe in der
Stadtpfarrkirche

1992
Munderkingen feierte bei zahlreichen Veranstaltungen seine erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 792. Höhepunkte der 1200 Jahrfeier waren ein historischer Markt und der historische Festzug mit nahezu 3.500 Teilnehmern und zahlreichen Musikkapellen.


Festwagen 1200 Jahre Munderkingen 1992

Höchststufe
Nach einem musikalischen Rückschlag beim Kreismusikfest in Arnach/ Allgäu entschloss sich Thomas Frasch mit seiner Stadtkapelle erstmals zur Teilnahme in der Höchststufe beim Wertungsspiel in Dellmensingen. Groß war die Freude, dass beim ersten Anlauf bereits die Bestnote Sehr-Gut erzielt wurde.

1994
Es folgten weitere Wertungsspiele in der Höchststufe, unter anderem beim Kreismusikfest in Unterstadion und beim Landesmusikfest Niedersachsen in Cloppenburg, wo ebenfalls die Bestnote erzielt wurde und dies bei internationaler Konkurrenz. In diesem Jahr war auch die Geburtsstunde unserer Freundschaft mit dem Blasorchester Essen/Oldenburg, wo unser langjähriger Musiker Georg Breiler seine neue Heimat gefunden hat.


1997

Dirigent Thomas Frasch, der durch sein musikalisches Können und seine unermüdliche Arbeit die Stadtkapelle zu einem sehr guten Höchststufen-Orchester geführt hat, gibt seinen Wechsel zur Stadtkapelle Kempten bekannt. Das letzte Weihnachtskonzert unter seiner Leitung wird zu einem grandiosen Erfolg, die Donauhalle konnte den Besucherandrang kaum fassen. Zuvor wurde im gleichen Jahr beim Bezirksmusikfest in Kempten wieder ein 1. Rang mit Auszeichnung in der Höchststufe erzielt.


Teilnahme am Wertungsspiel in der Höchststufe in Kempten

1998
Die intensive Suche nach einem Nachfolger für Thomas Frasch gestaltet sich sehr schwierig. Nicht weniger als 16 Bewerber aus dem In- u. Ausland interessierten sich für das Amt des Dirigenten. Thomas Frasch leitet die Stadtkapelle und das Jugendorchester unterdessen kommissarisch weiter. Hervorragende Erfolge erzielte das Orchester beim Landesmusikfest in Ehingen und beim Kreismusikfest in Ingerkingen, wo erstmals auch das Gemeinschaftsjugendorchester der Musikvereine Emerkingen, Munderkingen und Obermarchtal in der Höchststufe antrat und die Note Sehr- Gut bis Gut erreichte.


Neuer Dirigent

Im Spätsommer 1998 wurde mit Karl Petermann ein neuer Dirigent gefunden. Das erste Weihnachtskonzert der Stadtkapelle 1998 unter der neuen Leitung von Karl Petermann. Auf der linken Seite sein Vorgänger Thomas Frasch.


Das erste Weihnachtskonzert der Stadtkapelle 1998 unter
der neuen Leitung von Karl Petermann

1999
Beim Kreismusikfest in Obermarchtal erreicht die Stadtkapelle auch unter der neuen Leitung von Karl Petermann auf Anhieb in der Höchststufe die Bestnote Sehr- Gut. In den Folgejahren beteiligte man sich an Wertungsspielen bei den Kreismusikfesten in Rottenacker, Emerkingen und Schmiechen, wo in der Höchststufe jeweils Bestnoten erzielt wurden.


2002

Plötzlich und unerwartet ereilt uns während des Sommerfestes die Nachricht vom Tod unseres jüngsten Ehrenmitgliedes Günther Jirka. Über Jahrzehnte war er aktiver Musiker der Stadtkapelle, Jugendleiter und Jugenddirigent, Tambour des Spielmannszuges, Dirigent der „Alten Kameraden“ und viele Jahre stellvertretender Vorsitzender. Mit ihm verliert die Stadtkapelle einen besonders engagierten Freund und Musiker.


Stadtkapelle beim Weihnachtskonzert 2002
mit Dirigent Karl Petermann

Weihnachtskonzert
Beim traditionellen Weihnachtskonzert der Stadtkapelle wird als Höhepunkt die Sinfonie „Herr der Ringe“ mit großem Erfolg aufgeführt. Die Weihnachtskonzerte der Stadtkapelle bestehen seit 1954 fast ohne Unterbrechung und alle Dirigenten, von Bruno Franz über Hans Abele, Wolfgang Oberndorfer und Thomas Frasch bis hin zum heutigen musikalischen Leiter Karl Petermann haben das Publikum mit herausragenden Werken verwöhnt und die Musikerinnen und Musiker jeweils zu Höchstleistungen gefordert.


2003

Das Musikerheim platzt aus allen Nähten und die Akustik lässt schwer zu wünschen übrig. Es wird ein Anbau beschlossen, der Einbau einer Dämmung und die damit verbundene Verbessserung der Raumakustik.


Das 1980/1981 erbaute Musikerheim
nach dem Umbau 2003/2004

2004
Die Erweiterung und Verbesserung der Raumakustik im Musikerheim wird nach nur elfmonatiger Bauzeit in Eigenleistung abgeschlossen. Rechtzeitig vor dem großen Jubiläum konnte das gelungene Werk mit einem „Tag der offenen Tür“ am 28. März gefeiert werden. Allen Munderkinger Firmen, Spendern, freiwilligen Helfern, der Stadt und den Musikerinnen und Musikern gilt ein herzlicher Dank für den enormen Einsatz und das große Engagement.